Fahrradhelm Ratgeber – Helme für Kinder, Erwachsene und Helmzubehör

Braucht man einen Fahrradhelm, oder ist das alles Marketing, um Verkäufe anzukurbeln?

Einen Fahrradhelm zu tragen, ist in Deutschland keine Pflicht, aber ein Fahrradhelm schützt den Kopf bei Stürzen vor schlimmen Verletzungen und bleibenden Schäden. Leider tut sich der Fahrradhelm ähnlich schwer, im Alltag akzeptiert zu werden wie die Einführung der Gurtpflicht im Auto.

Ratgeber zum Thema Fahrradhelm

Täglich verunglücken Erwachsene und Kinder mit dem Fahrrad. Dabei können erhebliche Kopfverletzungen entstehen. Gebrochene Arme und Beine sind heute relativ problemlos geheilt, Kopfverletzungen dagegen können schwere und dramatische Folgen haben. Um diesen Folgen bestmöglich präventiv vorzubeugen, sollte das Tragen des Fahrradhelms für Kinder und Erwachsene selbstverständlich sein.

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* am 14.04.2015 um 16:17 Uhr aktualisiert

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Auswahl des Fahrradhelms: Marke oder reicht’s vom Discounter?

Wie bei vielen Produkten gibt es auch bei Fahrradhelmen kaum eine Preisgrenze nach oben. Vor dem Kauf eines Helms ist es wichtig, den eigenen Bedarf zu ermitteln. Bin ich ein Profi und rase Downhill steile Hänge herab? Dann wird bei einem günstigen Modell bestimmt an der falschen Ecke gespart. Für Gelegenheitsradfahrer und Tourer sind Helme in normalen Preissegmenten also völlig ausreichend.
Bekannte Hersteller von Helmen sind zum Beispiel KED, Giro, Uvex oder Abus. Doch sind die Helme vom Markenhersteller wirklich besser oder genügt auch ein Fahrradhelm aus dem jährlichen Angebot eines Discounters?
Was gibt es für Unterschiede in den Sicherheitsmerkmalen? Wo liegt der Unterschied?
Und welches der verfügbaren Helmsysteme benötigen Sie für Ihren Zweck?

Welche unterschiedlichen Helmarten gibt es

Rennradhelm – optimiert auf Aerodynamik Fahrradhelme gibt es in verschiedenen Ausführungen. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Form, sondern auch durch die Herstellung, der Bauform, dem Zweck und der dabei verwendeten Materialien. Ein Helm soll natürlich in erster Linie den Kopf des Helmträgers schützen, diesen erfüllen natürlich alle Helmarten geeignet.

Der Mikroschalenhelm ist von allen Helmarten am häufigsten anzutreffen und jedermann bekannt. Der harte Schaumstoffkern ist zusätzlich von Kunststoff überzogen. Dieser Kunststoff kann sehr gut lackiert werden und so gibt es Fahrradhelme in vielen verschiedenen Farben und Lackierungen.
Doch nicht nur für dekorative Zwecke ist der Kunststoff geeignet, er erfüllt auch einen konstruktionstechnischen Zweck: Durch die glatte Oberfläche kann der Helm den Aufschlag auf den Untergrund noch besser abfedern. Die Löcher im Helm dienen als Luftzufuhr und soll so das Schwitzen des Fahrers vermindern.

Im Grunde sind alle Arten von Fahrradhelmen nach dem Prinzip des Mikroschalenhelms konstruiert. Trotzdem gibt es, besonders im Bereich des Radsports, verschiedene Bauformen für verschiedene Anwendungszwecke.

Fahrradhelme für Kinder

Gerade bei Kindern ist der Fahrradhelm Pflicht. Zwar fahren sie nur langsam und können auch nicht so tief fallen, doch verletzen sich ihre sensiblen Körper schneller und daneben werden vor allem andere Verkehrsteilnehmer potentiell zur Gefahr. Das Problem dabei: Kinder mögen die Helme nicht und wehren sich dagegen sie zu tragen. Dagegen lässt sich aber vorgehen und mit einigen Tipps lässt sich selbst der widerspenstigste Nachwuchs für mehr Sicherheit begeistern und früher oder später wird der Gebrauch zur Normalität und bestenfalls werden dann die Kinder geschasst, die keinen Helm tragen. Am leichtesten erreichen Sie das, indem Sie ein Vorbild sind. Die Kleinen neigen ja generell dazu, unbewusst das zu kopieren, was ihnen vorgelebt wird. Außerdem gilt hier wie so oft: Je früher, desto besser. Genau dann, wenn das Kind das erste Mal auf ein Fahrrad steigt, sollte es gleich den Helm tragen. Dazu können Sie nun auch die Vorteile aufzählen oder mit den Nachteilen gruseln. Daneben hilft es noch, wenn sich Ihre Sprösslinge den Kinderfahrradhelm selbst aussuchen dürfen. Und für den Fall, dass der Unmut doch zu groß ist, suchen Sie einfach eine Gegend aus, in dem möglichst viele andere Radfahrer einen Helm tragen.

Welches Produkt konkret gekauft werden soll, ist in der Fülle der Angebote und all den Informationen über das Internet meist schwer zu entscheiden. Wir haben Ihnen diese Aufgabe erleichtert und präsentieren auf unserer Seite die besten Modelle in verschiedenen Kategorien und zu unterschiedlichen Preisen.

Zu dem Kauf von gebrauchten Fahrradhelmen möchten wir generell abraten. Diese mögen zwar von außen betrachtet einwandfrei aussehen, doch hat man keine Einsicht in das Innere. Dort können nämlich Risse und Beschädigungen vorhanden sein, die ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Fahrradhelme für Erwachsene

Seltsamerweise sind die Erwachsenen hier größtenteils sturer als die Kinder. Kaum jemand hält es für nötig, seinen Kopf gegen Stürze zu sichern. Oft ist dem schlichtweg die Eitelkeit und die Sorglosigkeit im Weg. Dennoch hat sich in den letzten Jahren einiges getan und die Zahl der Helmträger ist zwar immer noch gering, erhöht sich aber von Jahr zu Jahr.
Die Fahrradhelme für Erwachsene sind an sich nicht geschlechtsspezifisch und nur die Farbgebung und teils abweichende Formen lassen hier eine Unterscheidung zu.
Auch in dieser Kategorie gibt es wieder zahlreiche Produkte in verschiedenen Bauweisen. Sofern Sie wirklich nur auf Asphalt oder befestigten Wegen radeln möchten, reicht da ganz normale Modell. Für Mountainbiker oder Downhill-Fahrer muss dagegen selbst bei härteren Stürzen schützen und ist entsprechend ausgefeilter in der Technik.

Sicherheitsmerkmale von Fahrradhelmen

Wie in anderen Bereichen auch, gibt es bei den Helmen spezielle Siegel, die Güte auszeichnen. Beim Kauf eines Modells sollten Sie daher auf einige Sicherheitsmerkmale achten. So sollte sich das CE-Zeichen auf dem Helm befindet. Es steht für die Erfüllung der europäischen Sicherheitsvorschriften. Daneben muss ebenfalls die Prüfnorm DIN EN 1078 vermerkt sein. Werden diese Merkmale erfüllt, können Sie selbst bedenkenlos zu günstigen Modellen greifen. Teurere Produkte haben jedoch oft zusätzliche Features, die mehr Sicherheit garantieren. Hierunter fallen etwa mehr Optionen, den Helm besser an den Kopf anzupassen, damit er fester sitzt. An ihnen findet man auch Reflektoren, die den Fahrer nachts besser sichtbar machen. Und vor allem bei Artikeln für Kinder werden gerne blinkende, rot leuchtende LEDs angebracht, die vor allem in der Dämmerung mehr Sicherheit vor anderen Verkehrsteilnehmern bringen. Um überhaupt verkehrstauglich zu sein, muss das Rad jedoch zusätzlich mit der üblichen Beleuchtung und Reflektoren ausgestattet sein.

Eines der wichtigsten Kriterien, das für die protektive Funktion auf jeden Fall erfüllt sein muss, ist der feste Sitz des Fahrradhelms. Dabei muss der Kinngurt sowohl sicher schließen als auch leicht wieder zu öffnen sein. Am besten eingestellt ist er dann, wenn sich zwischen Kinn und Gurt noch ein Finger schieben lässt. Außerdem darf der Tragriemen nicht an den Ohren reiben. Andernfalls könnten gerade längere Touren sehr unangenehm werden.

Und nach einem Sturz sollte der Helm unter jeden Umständen entsorgt werden. Dies ist sogar dann der Fall, wenn er älter als 5 Jahre ist, da das Material ermüdet.

Fahrradhelm-Zubehör

Helme lassen sich auch wunderbar nachträglich mit Zubehör, wie etwa

  • Reflektoren,
  • Halterungen
  • und Beleuchtung

nachrüsten. Besonders beliebt sind derzeit Actioncams. Waren Kameras früher noch riesige und klobige Geräte, so können sie heute klein und leicht hergestellt werden, was sie für einen mobilen Einsatz prädestiniert. Die winzigen Apparate lassen sich dann an allen möglichen Vorrichtungen wie Helmen anbringen, wo sie vor allem bei spektakulären Fahrten schöne Filme schießen und das auch noch in HD! Um eine möglichst lange Zeit festhalten zu können, werden die Actioncams größtenteils stromsparend und ohne Display gebaut. Sie gibt es in unterschiedlichen Preisklassen und Modellen. Markführer sind derzeit die GoPro und die HERO-Kameras. Beide sind ausgesprochen leistungsfähig und werden aufgrund ihrer hohen Qualität sogar von Profis verwendet. Doch auch günstigere Modelle erfüllen meist ihren Zwecks, sofern die Ansprüche nicht zu hoch sind.

Pflege und Lagerung von Fahrradhelmen

Um den Helm möglichst lange in einem guten Zustand zu erhalten, sollte man einige Pflegetipps und Lagerungshinweise beachten. Am besten wird ein Helm dort gelagert, wo nicht dauerhaft die Sonne einstrahlt und keine anderen Wärmequellen wirken. Denn durch Hitze löst sich eventuell die Kunststoffbeschichtung und das Produkt wird unbrauchbar.

Sollte es mal heiß hergehen und der Helm nach einer Tour querfeldein durch den Dreck stark verschmutzt sein, kann er auch problemlos gereinigt werden. Allerdings sollten dabei keine intensiven Reinigungsmittel, sondern nur Wasser und herkömmliches Spüli gebraucht werden, da sonst das Material angegriffen werden könnte.

Die Elemente im Helm, die sich abnehmen lassen, dürfen gerne Zwecks einer Reinigung in der Waschmaschine landen. Idealerweise packt man sie in einen Wäschesack. Einzig das Kochwäsche-Programm solle vermieden werden. Dagegen wird zu einer kurzen Wäsche bei 30 ° geraten.

Wie finde ich die passende Größe?

Um die richtige Größe des Fahrradhelms zu ermitteln, muss der Kopf vermessen werden. Da kommt man um ein Maßband nicht herum. Setzen Sie hierbei knapp 1 cm über den Augenbrauen an und führen Sie das Band möglichst gerade um den Kopf herum. Dies lässt sich auch mit einem Zollstock und Faden bewerkstelligen. Es gibt nicht für jede Größe den passenden Helm, was an sich jedoch kein Problem darstellt, da das durch entsprechende Verstellungen ausgeglichen werden kann. Wie genau diese funktionieren lässt sich der jeweiligen Bedienungsanleitung entnehmen. Ruckelt der Helm dennoch, wenn man den Kopf hin und her bewegt, darf unter keinen Umständen ein Auge zugedrückt werden, da dies sonst massiv die Sicherheit gefährdet.